Das Deutsche Bildungssystem von der Kita in die Universität

In Deutschland gibt es eine Schulpflicht. Das heißt, dass die Kinder in die Schule gehen müssen und nicht von zu Hause aus unterrichtet werden dürfen. In manchen Ländern ist dies erlaubt, in Deutschland leider nicht.

Das Bildungssystem fängt in Deutschland schon mit der Kita (Kinder-Tagesstätte) an. Die Kinder gehen in die Kita mit etwa 3 Jahren und werden dort den Tag über betreut. Oft nutzen dieses Angebot Eltern, welche tagsüber arbeiten und nicht zu Hause bei ihren Kindern sein können. Mit etwa 4 Jahren kommen die Kinder in den Kindergarten. Sie lernen dort manchmal schon zu lesen oder zu schreiben. Ansonsten lernen sie Freunde kennen und spielen mir ihnen. Es gibt verschiedene Kindergärten in Deutschland, wie zum Beispiel Waldorf-, Staats- oder Montessori-Kindegärten.


In die Schule kommt man meistens mit 6/7 Jahren. Auch hier gibt es verschiedene Arten von Schulen. Zum Beispiel Waldorfschulen, Montessori-Schulen, Privatschulen und die Staatsschulen.

Das gewöhnliche deutsche Schulsystem:
Zuerst kommt man in die Grundschule. Diese geht von der 1. bis zur 4. Klasse. Dort werden den Schülern und Schülerinnen die „Basics“ (Grundlagen) in Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht und sie werden auf das Gymnasium vorbereitet.

Nach der Grundschule wechseln die Schüler*innen auf ein Gymnasium. Dieses geht von der 5. bis zur 12. Klasse. Dort wird der Anspruch erhöht und die Schüler*innen werden langsam auf ihren Abschluss vorbereitet.


In Deutschland kann man folgende Abschlüsse machen:

1) Hauptschulabschluss. Man macht ihn nach der 10. Klasse und kann danach eine Ausbildung oder eine Lehre machen.
2) Realschulabschluss. Man macht ihn nach der 11. Klasse und kann danach in fast alle Berufe eintreten. Man kann sogar mit dem Realschulabschluss an eine Universität studieren
gehen.
3) Abitur. Mit dem Abitur in der Tasche kann man alle Berufe machen, die es gibt, und man bekommt eher einen Platz an der Universität, als jemand, der nur einen Realschulabschluss gemacht hat.

Nach der Schule kann man also an eine Universität oder an eine Hochschule studieren gehen.

Das Waldorfschulsystem:
An einer Waldorfschule ist es ähnlich, allerdings ist die Bildung dort mehr auf das handwerkliche spezialisiert. So gibt es zusätzliche Fächer, wie Werken (allerlei handwerkliche Arbeit), Eurythmie, Gartenbau und Schmieden. Ein weiterer Unterschied zur staatlichen Schule ist, dass es bis zur Oberstufe keine Noten gibt, sondern die Schüler*innen bekommen am Ende des Jahres einen schriftlichen Text über das Verhalten der jeweiligen Person.

Außerdem geht die Waldorfschule von der 1. Klasse bis zur 12. Klasse durch und erfordert keinen Wechsel auf eine andere Schule.

Das deutsche Schulsystem | Ilustrační foto: © Transparent Language